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	<title>Benposta Venezuela &#187; Erfahrungsberichte</title>
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	<description>Alles über Benposta Venezuela &#124; Informacion sobre la ONG Benposta Venezuela</description>
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		<title>Erfahrungsbericht Michele</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 00:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[peterrupprecht]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Venezuela 28. März 2004 Hola mi querido, mi querida, bin am Flughafen. Fuehl mich hier fehl am Platz. War acht Tage an der Grenze Kolumbiens. Zulia, der reichste Staat Venezuelas, dort wo das Erdöl für die USA und ganz Europa gefördert wird. Dort sterben die Kinder an Hunger und Unterernährung. Benposta, hat hier kurz bevor [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p align="right">Venezuela 28. März 2004</p>
<p>Hola mi querido, mi querida,</p>
<p>bin am Flughafen. Fuehl mich hier fehl am Platz. War acht Tage an der          Grenze Kolumbiens. Zulia, der reichste Staat Venezuelas, dort wo das Erdöl          für die USA und ganz Europa gefördert wird. Dort<br />
sterben die Kinder an Hunger und Unterernährung. Benposta, hat hier          kurz bevor ich gekommen bin ein Jungen beerdigt. Sechs Jahre alt, acht          Kilo schwer.</p>
<p>Añu heißt die eingeborene Volksgruppe, die in Palafitos          (Pfahlbauten-Siedlung) wohnen. Venezuela hat seinen Namen von den Seefahrern,          die hier ein Klein-Venedig vorfanden. Die Añus sind Künstler          im fischen und Korbflechten. Sie wohnen auf dem Wasser, unter Kokospalmen          oder bei den Mangroven. Doch werden sie von den Guijaras vertrieben, weg          von der Lagune hinein ins Landesinnere in Richtung der Grenze zu Kolumbien.          Dorthin flüchten auch kolumbianische Familien, aus Angst vor den          Guerillas. Genau dort beanspruchen aber auch die reichen Großgrundbesitzer          ihr Land für sich, ihre Viehzucht und Landwirtschaft. Die einzige          Möglichkeit hier zu überleben ist sich zu &#8220;verkaufen&#8221;.          Die ganze Familie, im durchschnitt mit sieben Kindern, damit sie ihren          täglichen Reis verdienen können. Sie wohnen mit den Tieren im          Stall.</p>
<p>Benposta tritt dem Staat die Türen ein. Wir sind mit den Kids vor          den Palast des Präsidenten gesessen, bis sie mit Lebensmitteln und          Lastwagen für die Hauskonstruktion angefahren sind&#8230;. Aus Japan          wurde Schulmaterial und velos gesandt für den Unterricht, der zur          Zeit noch im Freien stattfindet. Mittags kommen 120 Kinder und füllen          sich freudig den Parasitenbauch&#8230;.. Meine italienische Spaghetti-Sauce          haben die<br />
kleinen nicht zu schätzen gewusst &#8211; war es doch das erste Mal, dass          sie Tomaten im Teller hatten&#8230;</p>
<p>Wie in allen vergessenen Flecken auf unserem Planeten sind die katholischen          Missionare die, die wirklich Hand anlegenen, und nicht nur schön          reden. Ja, ich stecke in einem Dilemma. Lege (zu-)viel Kritik an. Frage,          warum die leute hier Matratzen statt Hängematten geschenkt bekommen          oder warum sie sich nicht gegenseitig lausen dürfen, ist es doch          ein Akt der Zuneigung? Und meine Spaghetti-Sauce? So verliert sich eine          wertvolle Kultur. Beeinflusst von kolumbianischen Bräuchen und der          missionarische Einfluss, der jedoch unersetzlich ist, wenn diese Bewohner          hier nicht in ihrer eigenen Armut elend zugrunde gehen wollen.</p>
<p>98 prozent der Erwachsenen sind Analphabeten. Es ist lustig, ihnen ihren          eigenen Namen schreiben zu lehren. Stolz zeigen sie ihr neue Identitaetskarte.          Doch fehlt ihnen auch bald ein Fernseher und die Waschmaschine? An das          Tragen von Schuhen, werden sie sich aber nicht so schnell gewöhnen!</p>
<p>Wichtig, falls Du jemanden kennst, der gerne zwei Monate als Freiwilliger          arbeiten möchte, Benposta sucht für die interne Betreuung (ca.          20 Kinder) dringend Freiwillige für Unterricht, Haushalt, Basteln,          Sport,<br />
Hauskonstruktion, Laustante, Zahnpflege oder was auch immer Du kannst.          <a href="http://peterrupprecht.net/benposta-venezuela.org/fotos/michele_los_frailes.jpg"><img src="http://peterrupprecht.net/benposta-venezuela.org/fotos/michele_los_frailes_kl.jpg" border="0" alt="" width="300" height="225" align="left" /></a>Es          wartet hier eine wunderschoene Kinderschar und eine riesig liebe und grossartige          Projektleitung!<br />
Weitere Informationen bei mir. Email: <a href="mailto:mi.pete@gmx.net">mi.pete(at)gmx.net</a></p>
<p>Hier ein Foto mit einem Teil der Dorfbewohner vor einem Palafito (zur          <a href="http://peterrupprecht.net/benposta-venezuela.org/fotos/michele_los_frailes.jpg">Vergrößerung</a> klicke auf das Bild). Siehst Du, dass sie zum ersten Mal in eine Kamera          schauen?</p>
<p>Allerwaermste Grüße, Moskito verstochen aber mit tiefzufriedener          Seele,</p>
<p>Michele</p>
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